Bienengesundheit / Amerikanische Faulbrut

WICHTIGE INFORMATION

Bienengesundheit / Amerikanische Faulbrut
Wichtig: Beim Kauf vom Bienenvölkern immer auf ein aktuelles Gesundheitszeugnis bestehen!

Sperrbezirk in Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) /

Mit Wirkung vom 23. Januar 2020 sind die nach dem Auftreten der Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ im Stadtgebiet von Geilenkirchen im vergangenen Jahr eingerichteten Sperrbezirke aufgehoben worden. Nach erfolgreicher Durchführung der Bekämpfungs- und Desinfektionsmaßnahmen sowie den aktuellen Untersuchungsergebnissen gilt die „Amerikanische Faulbrut“ in diesem Bereich als erloschen. „Das gesamte Kreisgebiet ist nunmehr „bienenseuchenfrei“, so Kreisveterinär Dr. Hans-Helmut Ahlborn am Donnerstag.

Die „Amerikanische Faulbrut“ ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der Bienen abtötet und langfristig zum Eingehen eines ganzen Bienenvolkes führen kann. Für den Menschen ist die Krankheit völlig ungefährlich. Honig aus infizieren Völkern kann unbedenklich verzehrt werden. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises weist noch darauf hin, dass allgemeine Vorbeugemaßnahmen für Bienenkrankheiten wie beispielsweise ein sogenanntes Faulbrut-Screening nach wie vor sinnvoll sind. Dr. Ahlborn: „Die gesetzlich geregelten Vorbeugemaßnahmen gelten entsprechend der Bienenseuchenverordnung ohnehin.“ (Quelle: Kreis Heinsberg).

Neben der Varroamilbe ist die Amerikanische Faulbrut ein großes Problem der Bienenhaltung. Besonders stark scheint sie zurzeit in Nordrhein-Westfalen verbreitet zu sein.

Imker sollten immer wieder den Gesundheitszustand ihrer Völker überwachen, auf Anzeichen von Krankheiten achten und im Verdachtsfall den Sachverständigen ihres Vereines oder das Kreisveterinäramt benachrichtigen.

Wer innerhalb eines Sperrbezirks Bienenvölker hält, muss sich unbedingt an die vorgeschriebenen Auflagen halten. Es ist unzulässig Dinge, die irgendwie im Zusammenhang mit Bienen und der Imkerei stehen, in diesen Sperrbezirk hinein oder aus diesem Sperrbezirk heraus zu bringen, mit Ausnahme von Honig. Die Amerikanische Faulbrut ist für den Menschen ungefährlich.

Aufgrund der aktuellen Diskussion, unten ein Dokument des BMEL zum Thema Amerikanische Faulbrut. Hier wird u.a. auch die „Streichholzprobe“ erklärt.

>> Info TSIS – TierSeuchenInformationsSystem

>> Bienenseuchen-Verordnung

>> Leitlinie zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut der Bienen in Deutschland / BMEL

>> Einsende-Formulär für Futterkranzproben CVUA-RRW